Basisch genießen

Aktualisiert: 26. Okt 2018

mit Rezept-Tipps

von Gast-Autorin

Pia Lehecka


Fachberaterin für holistische Gesundheit, Ernährungstrainerin in Ausbildung


Oh je, gesunde Ernährung! Muss ich jetzt Körner und rohe Blätter essen?


Wenn du magst, gerne! Es geht aber auch viel schmackhafter und mit viel mehr Freude. 'Basisch genießen' gefällt nämlich nicht nur den Geschmacksknospen, sondern auch dem Rest des Körpers auf vielen Ebenen.

Was ist so gesund am 'basischen Genießen'?


Ein Großteil der Menschen ist übersäuert; eine basische Ernährung ist der erste Schritt zum ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Außerdem enthalten basische Gerichte meistens deutlich mehr Nähr- und Vitalstoffe als saure; Nährstoffe die der Körper dringend braucht, um nicht nur heute gesund und aktiv zu sein, sondern auch noch in 20 Jahren. Ein saures Milieu fördert nämlich nicht nur Müdigkeit und Abgeschlagenheit, es formt auch die perfekte Umgebung für unerwünschte Bakterien, Parasiten und Pilze. Mit einer vitalstoffreichen Ernährung, die mehr Basen als Säuren enthält, ist das allerdings kein Problem: Der Körper bekommt essentielle Nährstoffe und kann minimale Unregelmäßigkeiten ausgleichen.


Welche Nahrungsmittel sind basisch?


Fast alle Gemüse- und Obstsorten wirken im Körper basisch, auch Zitrusfrüchte. Säurebildende Lebensmittel sind dagegen Zucker, Mehlprodukte, Milchprodukte und Fleisch.


Wenn du mehr darüber wissen willst, lass dich von mir persönlich beraten bzw. schau in die folgende Tabelle: https://www.zentrum-der-gesundheit.de/saure-und-basische-lebensmittel.html



Was ist so besonders an basenüberschüssiger Ernährung?


Unser Körper braucht Säuren genauso sehr wie Basen – es ist immer eine Frage der Menge.


Allerdings muss man bei den Säurebildnern zwischen hochwertigen und minderwertigen unterscheiden. Ein herkömmlicher Kuchen mit Zucker und weißem Mehl ist ein Säurebildner, der dem Körper fast keine Nährstoffe bringt. Im Gegenteil: um Zucker zu verarbeiten braucht der Körper Nährstoffe, die er jetzt aus den eigenen, meist schon erschöpften Depots nehmen muss.


Hochwertige Säurebildner sind z.B. Nüsse. Nüsse enthalten sehr viele essentielle Fettsäuren und sind bekannt für ihren hohen Gehalt an B-Vitaminen. Gewisse Säurebildner sind also sehr wichtig und daher geht es gar nicht darum sich langfristig nur basisch zu ernähren (obwohl das als Kur sehr empfehlenswert ist), sondern basenüberschüssig zu essen. Das kann man leicht ausbalancieren mit der 80:20 Faustregel. 80% der Ernährung sollte basisch sein, 20% hochwertige Säurebildner. Daher sind die hier vorgeschlagenen Rezepte streng genommen nicht basisch, sondern basenüberschüssig, auch wenn diese zwei Begriffe oft als Synonyme verwendet werden. ;-) Übrigens: Viele Säurebildner können basischer gemacht werden. Nüsse, zum Beispiel, kann man über Nacht einweichen, womit sie dann weniger säurebildend sind.

Was ist so lecker am 'basischen Genießen'?


Das schönste am 'Basischen Genießen' ist, dass man nicht verzichten muss - man ersetzt. Statt Bikinifigur-unfreundlichen Nudeln gibt es leckere Zucchinispaghetti mit Tomatensauce auf italienische Art. Statt einem Weißmehl-Zucker Kuchen gibt es eine herrliche Cashewcremetorte mit Nussboden und Schokoglasur. Denn richtig gemacht und richtig dosiert kann sogar etwas Süßes dem Körper gut tun.


Basisch essen bedeutet Freude am Essen: Für Körper und für Seele.


Zucchinispaghetti mit Tofu-Bolognese - Rezept aus 'Vegan for fit' von Attila Hildmann

Zucchinispaghetti mit Tofu-Bolognese


Zutaten für 3 Personen:

680g Tomatensauce

3 Zucchini

1 große Zwiebel

1 große Knoblauchzehe

300g weichen Naturtofu

Gemahlene Haselnüsse/Pinienkerne

Majoran, Oregano, Basilikum

Kokosöl oder Butterschmalz


Anleitung:

Zwiebel klein schneiden und in Kokosöl oder Butterschmalz leicht braun rösten. Den Tofu klein schneiden und mit einer Gabel zerdrücken. Zum Zwiebel dazu geben und rösten bis leicht braun. Währenddessen Zucchini mit einem Spiralschneider zu Spaghetti drehen. Tomatensauce zu Zwiebel und Tofu dazugeben und nach Belieben mit Majoran, Oregano, Knoblauch, Salz und Pfeffer würzen. Noch heiße „Bolognese“ in die Spaghetti unterheben. Mit gemahlenen Haselnüssen (statt Parmesan), Pinienkernen und Basilikum verfeinern bzw. dekorieren.

Cashewcremetorte mit Nussboden (und selbstgemachter Schokoladenglasur)

Für den Boden:

100g Haselnüsse oder Nussmix

2-4 Datteln

Für die Creme:

300g Cashewkerne (über Nacht in Wasser eingeweicht)

1 EL Rohkakao

2-6 TL Agavendicksaft

2 EL Mandelmus

Für die Schokoladenglasur:

75g Kakaobutter

3 EL Rohkakao

1 EL Mandelmus

4-6 TL Agavendicksaft

Anleitung:

Haselnüsse oder Nussmix mit Datteln in einem Küchenmixer oder Zerkleinerer mixen, bis sich eine grobe, aber zusammenklebende Masse bildet. In eine Tortenform drücken und einstweilen in den Kühlschrank stellen. Die eingeweichten Cashewkerne werden jetzt zusammen mit dem Rohkakao, Datteln und dem Mandelmus im Mixer zu einer geschmeidigen Creme vermixt. Dabei wird ein Drittel des Einweichwassers mitgemixt. Dann möglichst gleichmäßig auf dem Tortenboden verstreichen. Die Torte nun mindestens 3 Stunden kühlen und danach servieren.

Wer genug Zeit hat und gerne Schokolade ist, kann natürlich auch eine Schokoladenglasur machen. Dafür wird die Kakaobutter im Wasserbad geschmolzen und die restlichen Zutaten mit einem Schneebesen solange hineingerührt, bis sich eine glatte geschmolzene Schokolade bildet. Danach einfach auf die Torte leeren, etwas schwenken bis sie ganz mit Schokolade bedeckt ist. Nach Belieben kann dann natürlich mit Nüssen, Kokosflocken, Beeren oder kleingeschnittenen Früchten dekoriert werden. Auch mit Schokolade 3 Stunden kühlen und kalt aus dem Kühlschrank servieren.

Ab Jänner 2019 biete ich Einzelberatungen und Workshops zu 'basischem Genießen' an. Anfragen unter Tel. +43 (0)677 61410423.

Guten Appetit,

Pia Lehecka


© Pia Lehecka


Fotos: Pia Lehecka; pixabay.com

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